Reisetipp Mexiko: Palenque Teil 1

Während meines Auslandssemesters habe ich viele Orte in Mexiko besucht. Ein Ort, der mir in ganz besonderer Erinnerung bleibt und definitiv einen Platz in meinem Herz eingenommen hat, ist Palenque im Bundesstaat Chiapas.

Reisetipp_Mexiko_Palenque_Maya_Ruins

Im ersten Teil erfahrt ihr mehr über unsere abenteuerliche Anreise, wunderschöne Unterkunft und über die Maya-Ruinen Palenques. Wenn euch danach das Reisefieber gepackt hat und ihr noch mehr über die Gegend erfahren wollt, dann klickt hier, um zum zweiten Teil zu gelangen – denn auch die Cascadas de Agua Azul (Wasserfälle des blauen Wasser) und der Grottenwasserfall (Cascadas de Misol há) sind definitiv einen Besuch Wert.

Für diesen kleinen Trip starteten wir in Cancún, Quintana Roo. Natürlich gibt es dort ein Busterminal, von dem aus unzählige Buslinien zu unzähligen Städten innerhalb Mexikos abfahren. Auch hier gibt es einige Unternehmen, die über sehr moderne Busse verfügen und den deutschen Standards in keinster Weise nachstehen, was die Fahrten sehr angenehm macht. Da unser Backpacking-Budget allerdings stark begrenzt war, suchten wir uns eine Buslinie, die von einem ominösen Hinterhof inmitten des Stadtzentrums losfuhr und von Touristen wahrscheinlich selbst in größter Not nicht mal in Erwägung gezogen werden würde – aber hey, für eine zwölfstündige Fahrt nur 200 Pesos (ca. 12 Euro) zu zahlen, ist ein Argument, das kein Backpacker ausschlagen kann.

Jetzt kann ich über die Busfahrt lachen. während wir in diesem engen ruckelnden Reisebus eingepfercht waren, fiel uns das nicht ganz so leicht. Bereits in den ersten beiden Stunden fing es an zu regnen. Nicht sonderlich schlimm, ihr sitzt doch im Bus und nicht auf dem Dach, könnte man denken… Papperlapapp kann ich dazu nur sagen. Denn der Reisebus war undicht. Es regnete durch das Dach rein! Nachdem der Regen überstanden war, machten wir eine kurze Toilettenpause. Anscheinend dauerte das unserem Busfahrer jedoch zu lange, weshalb er einfach eine Dame zurückließ und sich auch nicht von anderen Passagieren überzeugen ließ, noch kurz zu warten. Damit waren die Ereignisse unserer kleinen Abenteuerfahrt aber noch nicht vorbei! Denn früh im Morgengrauen rief der Fahrer, dass alle, die nach Palenque wollten, jetzt aussteigen müssten. Wir schauten aus dem Fenster und blickten uns ungläubig an. Wir waren mitten im Nirgendwo – keine Menschen, keine Häuser, nur ein paar Taxen. Leicht verunsichert stiegen wir trotzdem in ein Taxi und kamen glücklicherweise tatsächlich in Palenque an.

(An dieser Stelle muss ich eindeutig allen ausländischen Touristen, die nicht mit Mexikanern reisen und besonders auch denen, die kein Spanisch sprechen, empfehlen, lieber ein paar Pesos mehr in die Hand zu nehmen und mit einer sichereren Buslinie zu reisen, die euch vom Terminal in Cancun zum Busterminal in Palenque befördert.)

Über hostelworld.com buchten wir im Voraus ein Bungalow bei Kin Balam Cabañas, die etwas außerhalb des kleinen Städtchen und dafür im Nationalpark liegt. Die Anlage ist zwar sehr einfach gehalten, dafür waren die Sanitäranlagen aber in einem Top Zustand (und wer schon öfter als Backpacker unterwegs war weiß, da muss man manchmal jegliches Ekelgefühl über Bord werfen).  Die Bungalows stehen inmitten von Grün und Urwald und haben anstelle von Glasfenstern lediglich Fliegengitter. Ich kann gar nicht beschreiben, wie toll es war morgens aufzuwachen und die frische Morgenluft zu riechen. Es hat sich wirklich angefühlt als würde man auf dem freien Feld schlafen, nur war man vor Regen und Moskitos geschützt. Also, ihr ahnt es schon: Das Hostel kann ich definitiv weiterempfehlen! Und wer etwas Glück hat, kann dort auch den ein oder anderen Affen sehen!

Bungalow Kin Balam Cabañas Palenque Travel

Bungalow Kin Balam Cabañas, Palenque

Kin Balam Cabañas Palenque Travel

Anlage Kin Balam Cabañas, Palenque

Kommen wir jetzt zu den Maya-Ruinen in der Zona Arqueológica Palenque, also in der archäologischen Zone Palenques, die sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Die Besichtigung war Teil einer Tagestour, die wir im Stadtzentrum buchten. Klar ist, dass solch organisierte Touren immer etwas teurer sind als wenn man sie selbst zusammenstellen würde. Fakt ist allerdings auch, dass es die Zeit, die man ins Organisieren stecken muss, gegenüber dem Ersparten es einfach nicht Wert ist. Jetzt aber wieder zurück zu den Ruinen, denn ich muss sagen, diese hier sind mit die schönsten, die ich in Mexiko gesehen habe. Sie sind so gut erhalten und wirken noch so ursprünglich inmitten des Urwalds. Die vielen Tempel auf dem Gelände haben unzählige Stufen, was definitiv auch ein Weg ist, um im Urlaub fit zu bleiben. Erstmal oben angelangt kann man die schönsten Blicke über die alten Maya-Ruinen erhaschen (ich bin einfach ein riesiger Fan von Aussichten – ich könnte stundenlang von irgendwelchen Bergen Landschaften bewundern). An dieser Stelle will ich gar nicht so viel schreiben, sondern lieber ein paar Bilder für sich sprechen lassen.

Palenque Maya-Ruinen Travel Blogger

Palenque Maya-Ruinen in der Morgensonne

Palenque Maya-Ruinen Travel Blogger

Maya-Ruinen, Palenque

Palenque Maya-Ruinen Travel Blogger

Ausblick über die Maya-Ruinen, Palenque

Palenque Maya-Ruinen Travel Blogger

Maya-Ruinen, Palenque

Wasserfall Maya-Ruinen Palenque

Wasserfall bei den Maya-Ruinen, Palenque

Ich hoffe, ihr habt meinen ersten kleinen Reisebericht genossen und freut euch schon auf weitere Geschichten!

Eure Anni

PS: Noch ein kleiner Tipp für alle Souvenirjäger unter euch: In dem kleinen Städtchen von Palenque werden super schöne handbestickte Blusen und Täschchen zu wirklich fairen Preisen verkauft. Deckt euch also unbedingt hier ein!

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