Wie ihr eure Finanzen richtig organisiert

Als Student kennt man diese Paniksituation wohl mehr als gut, wenn am Ende vom Geld noch so viel Monat übrig ist – obwohl ich auch von Menschen weiß, die damit Probleme haben und schon lange nicht mehr studieren. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es vielen davor graut ein Haushaltsbuch zu führen. Verständlich! Wer will schon jeden einzelnen Cent aufschreiben, den er ausgibt? Wer will ständig daran erinnert werden, dass er sich den Cocktail eigentlich gerade nicht leisten kann? Und wer spart sich schon gerne ein paar Euro vom Mund ab, nur damit sie irgendwo auf einem Bankkonto herumliegen? Wahrscheinlich niemand. Oder eher: niemand.

Mein kleiner Guide zeigt euch, wie ihr es schafft, eure Finanzen mit nur wenig Zeitaufwand am Anfang des Monats zu organisieren, damit ihr den Rest des Monats den Überblick behaltet.

Finanzen richtig organisieren

Ja, ihr habt das Wort Zeitaufwand gelesen. Es tut mir leid, euch alle Illusionen nehmen zu müssen, aber von nichts kommt nichts. Trotzdem verspreche ich euch, dass die Zeit zur Organisation minimal ist und von Monat zu Monat weniger wird.

Schritt 1a: Zwei Wochen Vorlauf

Richtig, zwei Wochen Vorlauf. Ihr könnt also anfangen, ohne richtig anfangen zu müssen. Ist das nicht super? Der einfachste Guide der Welt. Sammelt in diesen zwei Wochen ALLE Kassenzettel von wirklich ALLEN Käufen, die ihr tätigt. Kauft ihr ein Kaugummi am Kiosk und bekommt keinen Bon, dann macht euch eine Notiz im Handy.

Aber Anni, wieso soll ich denn so ein paar Cent aufschreiben? Schön, dass du fragst. Und darauf kann ich wohl nur mit einem Spruch antworten, den wir schon millionenfach von unseren Eltern und Großeltern gehört haben: Kleinvieh macht auch Mist. Und es stimmt leider. Stellt euch vor, ihr kauft alle zwei Tage eine kleine Flasche Cola und dazu ein Päckchen Kaugummi. Das sind jeden zweiten Tag ca. zwei Euro und über den Monat gerechnet ca. 30! 30 Euro unbewusst und im Vorbeigehen.

Durch diesen Schritt findet ihr nicht nur heraus, wie viel Geld ihr ausgebt, sondern könnt auch kostspielige Gewohnheiten erkennen. 

Schritt 1b: Wertet die zwei Wochen aus

Denkt daran, wir befinden uns immer noch in der Vorbereitungsphase. Wenn ihr diese Phase abgeschlossen habt, kommt das alles nicht mehr auf euch zu – d.h. noch einmal kurz die Zähne zusammenbeißen. Ordnet eure Kassenzettel. Kategorien können sein: Haushaltseinkäufe (Lebensmittel, Putzzeug etc.), Drogerieartikel, Ausgehen. Das sind bei mir definitiv Kategorien, für die ich jeden Monat Geld ausgebe. Jetzt rechnet ihr aus, wie viel ihr pro Kategorie in zwei Wochen ausgegeben habt und notiert es euch.

Wozu benötigen wir das jetzt überhaupt? Die Zahlen, die ihr jetzt habt, dienen euch als Richtwert für eure Monatsplanung. Und das führt uns auch schon zum nächsten Punkt.

Schritt 2: Notiert alle kommenden Einnahmen und Ausgaben

An oberster Stelle schreibe ich mir immer auf, wie viel Geld ich insgesamt im Monat zur Verfügung habe. Danach ziehe ich alle festen monatlichen Ausgaben ab.

Das Ganze zeige ich euch mal anhand eines Beispiels (alle Zahlen sind frei erfunden und sollen euch nur das Prinzip verdeutlichen).

  • Einnahmen: +900
  • Miete: -300
  • Internet: -18
  • Rundfunkbeitrag: -15
  • Monatsticket ÖPNV: -60
  • Fitnessstudio: -25
  • Sparen: -50

Wie ihr seht, habe ich jetzt 432 Euro übrig, mit denen ich in einem Monat über die Runden kommen muss.

Kleine Anmerkung zum Punkt Sparen: Wie ihr seht, lege ich als Beispiel 50 Euro im Monat zur Seite, die ich für einen Urlaub ansammle. Damit ich diesen Betrag auch tatsächlich jeden Monat zur Seite lege, verbuche ich ihn als feste Ausgabe und überweise ihn direkt am Anfang auf mein Sparbuch. Dadurch verhindere ich, dass ich die 50 Euro dann doch am Ende ausgebe.

Schritt 3: Variierende Ausgaben

In euren zwei Wochen Vorlaufzeit habt ihr zu euren variierenden Kosten bereits einiges herausgefunden, was euch jetzt hilft: Beispielsweise gebt ihr in der Woche 45 Euro für Lebensmittel und Putzutensilien aus und beim Ausgehen am Abend ca. 20 Euro. Auch das tragt ihr wieder in eure Liste ein.

Danach macht euch Gedanken, was diesen Monat finanziell auf euch zukommt. Stehen Geburtstage an, ist eure teure Lieblings-Bodylotion leer oder fahrt ihr eure Familie besuchen? Auch das schreibt ihr euch auf.

  • Restbudget: +432
  • Haushalt: -180
  • Ausgehen: -80
  • Mama Geburtstag: -30
  • Familie besuchen: -70

Jetzt wisst ihr, dass ihr diesen Monat 72 Euro zur freien Verfügung habt.

Schritt 4: Budget einhalten

Was ihr letztendlich mit dieser Summe anstellt, ist ganz euch überlassen. Habt ihr eine Schwäche für Nagellack? Könnt ihr auf euren Coffee to go nicht verzichten? Oder braucht ihr dringend einen Winterpulli? Für diese 72 Euro könnt ihr euch austoben, da die wichtigen Ausgaben, die auf jeden Fall auf euch zukommen, bereits gesichert sind. Nur dürft ihr eben nicht über diesen Betrag hinaus gehen.

Im nächsten Monat startet ihr einfach bei Schritt 4 und müsst jetzt höchstens zehn Minuten aufwenden, um eure Finanzen zu organisieren.

Guide_Finanzen_richtig_organisieren

Ich hoffe, mein kleiner Guide, wie ihr eure Finanzen richtig organisiert, hilft euch. Habt ihr noch weitere Tipps? Wie organisiert ihr euch? Lasst es mich doch in den Kommentaren wissen!

Eure Anni

Habt ihr nach dem Post Lust bekommen, euer Leben noch ein wenig mehr zu organisieren? Dann schaut doch bei meinen 7 Tipps für den Start in den Tag vorbei und erfahrt, wie Sport am Morgen für euch zukünftig kein Problem mehr sein wird.

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